der
berg,
über den kein vogel fliegt
von
Kai Grehn
Leseprobe
SEILPARTNER:
Das Unerwartete ist am Berg dein Bruder. Das Unverhüllte deine Schwester.
“DER BERG, über den kein Vogel fliegt“ spielt in der Todeszone,
in einer Höhe über 7000 Meter. Es ist der Text über einen
Mann, der beim Besteigen des Berges auf eine ausgesetzte Felsterrasse stürzt
und schwer verletzt gegen Schnee und Kälte, gegen Halluzinationen und
Sauerstoffmangel, gegen Ausgeliefert- und Gefangensein ums Überleben
kämpft.
Ausgehend von eigenen Erlebnissen während einer Nanga-Parbat-Expedition
im Jahr 2004 entwickelt der Autor ein sprachlich überhöhtes, philosophisch
aufgeladenes und gänzlich unromantisches Bergsteiger-Drama. Nah an
inneren wie äußeren Abgründen, von Auskühlung tödlich
bedroht, gerät Grehns Verunglückter in erstaunliche existenzielle
Auseinandersetzungen mit realen wie eingebildeten Gesprächspartnern.
Es geht um die Faszination der Höhe, um Grenzerfahrungen und um eine
Glückssuche jenseits alltäglicher Ebenen.
"Der Bedingungen eines einsamen
Vogels sind fünf:
die erste, daß er zum höchsten Punkt fliegt;
die zweite, daß er sich nicht nach Gesellen sehnt, nicht einmal seiner
eigenen Art;
die dritte, daß sein Schnabel gen Himmel zielt;
die vierte, daß er keine bestimmte Farbe hat;
die fünfte, daß er leise singt.“
(San Juan de la Cruz)
Doppel-Uraufführung: Theater Basel am 25.02.2009
Infos
Badisches Staatstheater Karlsruhe
am 21.02.2009
Infos
Die Aufführungsrechte liegen bei henschel SCHAUSPIEL - www.henschel-schauspiel.de