Das
Holzschiff
nach dem gleichnamigen Roman von
Hans Henny Jahnn
Hörspielbearbeitung/ Regie:
Kai Grehn
Komposition: TARWATER
Mit:
Ulrich Noethen, Alexander Fehling, Andreas Schmidt, Franziska Wulf, Andreas
Leupold, Hanns Jörg Krumpholz, Felix Kramer, Michael Prelle, Philipp
Otto, Uli Plessmann
Soundrecording auf dem Traditionssegler
SKYLGE: Rudolf Grosser & Kai Grehn
Technische Realisation: Gerd-Ulrich
Poggensee & Kerstin Heikamp
Regieassistenz: Stefanie Porath-Walsh
Dramaturgie: Henning Rademacher
Länge: 80 min
Eine Produktion des NDR
2009
Hörprobe
(MP3, 3MB)
ALFRED TUTEIN:
Alle Schuld ist plötzlich. Sie eilt den frevelhaften Entschlüssen
voraus. Gedanken, das ist Traum. Wie kriechende Schnecken. Die handelnden
Hände hinterlassen das Sichtbare.
"Das Holzschiff" erzählt von
der Reise eines Frachtschiffes. Bereits die Beladung des Seglers unter den
Augen von Zoll und Polizei ist ungewöhnlich. Nicht einmal der Kapitän
ist über die Bestimmung des Schiffes und seiner Fracht informiert. Gerüchte
machen die Runde. Dazu hat sich Gustav, der junge Verlobte der Kapitänstochter
Ellena, die ebenfalls an Bord ist, als blinder Passagier eingeschmuggelt.
Es herrscht eine Atmosphäre der Angst, der erotischen Spannungen und
gegenseitigen Verdächtigung. Als plötzlich die Tochter des Kapitäns
spurlos verschwindet, kommt es zu einer Meuterei. Man öffnet die Kisten
des Laderaums. Sie sind vollkommen leer. Auf der Suche nach einem Geheimversteck
beschädigt der Schiffszimmermann den Rumpf. Wasser dringt ein. Die Besatzung
kann sich retten, das Schiff geht unter und mit ihm eine üppig gestaltete
Frauen- oder Galionsfigur, die den Kiel umklammert. Ellena?
1949 erschien "Das Holzschiff". Es ist der Auftakt der unvollendet
gebliebenen gewaltigen Romantrilogie H. H. Jahnns "Fluß ohne Ufer".
Sein Thema: "Die Ohnmacht der Vernunft. Das Schiff wird zum Ort, wo die
Gewißheiten schwinden. Die Träume werden übermächtig."
www.hans-
henny-jahnn.de