
Schluß mit dem Gottesgericht
von
Antonin Artaud
Aus dem Französischen von
Bernd Mattheus
Regie:
Kai Grehn
Komposition/ Musik:
Kai-Uwe Kohlschmidt/ SANDOW
Sprecher:
Arta Preuß, Hans Scheuerecker und
Kai-Uwe Kohlschmidt
Mischung im
Maschinery-Studio
Länge:
47 min
Eine Produktion von
SFB & Fluxus-Platten, 1993
Hörbuch |
Fluxus Platten, 1993
| ISBN: 6-030700-725 (Die CD
ist vergriffen.)
Hörprobe
(MP3/ 4,3MB)
ARTAUD:
die lebensangst.
koerman taradaborsta taborsta radaborsta santa pan.
wir wissen nichts über das leben.
ich werde diese radiophonische demonstration machen.
"Nachdem Antonin Artaud 1946 im Auftrag des französischen Rundfunks
sein Hörspiel “Um Schluß zu machen mit dem Gottesgericht”
produzierte, wurde die Ausstrahlung durch den Senderat wenige Stunden vor
der Erstsendung untersagt. 1993 bekamen Grehn/Kohlschmidt vom SFB die Möglichkeit,
sich erneut an dem umstrittenen Stück zu versuchen.
Was macht eine Gruppe wie SANDOW nun mit diesem Kunst-Delinquenten (oder
besser: Querulanten) Artaud? Die Gruppe zelebriert den Text als Schwarzes
Oratorium, oder als einen Exorzismus, vielleicht um, nach Artaud, “mit
der entscheidung unserer handlung/ durch das schicksal/ und durch eine dominierende/
gewalt/ schluß zu machen/ heißt seinen willen/ in einer ziemlich
neuen art/ zu verstehen und zu geben/ um darauf hinzuweisen, daß eine
rhythmische ordnung der dinge/ und des schicksals ihren kurs geändert
hat.""
(LOFFT-Programmheft 03/2001)