William
S. Burroughs
THE RETREAT DIARIES
Tagebuch eines Rückzugs
Übersetzung/ Hörspielfassung/
Regie: Kai Grehn
Musik: Kai-Uwe Kohlschmidt & alva noto
Sprecher: Hans-Peter Hallwachs,
Harvey Friedmann, Tom Strauss
Ton/ Regieassistenz: Z.A.P.
Mischung im LoFi-Studio |
Länge: 49 min
Eine Produktion des SWR
2003
Hörbuch + 36-seitiges Booklet mit Gesamttext amerikanisch/ deutsch
edition GALERIE VEVAIS,
2005
ISBN
3-936165-86-6
17,90 Euro
Nominiert für den Deutschen
Hörbuchpreis 2006
Leseprobe
Hörprobe
(MP3/ 2,8MB)
"Grehn folgt der Traumstruktur,
den wilden Assoziationen des Autors, der sich im Jahr 1982 nach seinen New
Yorker Jahren in eine Art Einsiedelei in Lawrence, Kansas, begab. Figuren,
Begebenheiten wie der Tod Francos 1975, Drogenerfahrungen und Meditationsbeschreibungen
bettet er in einen Soundtrack, der wie ein halluzinogen entfesseltes Radioprogramm
wirkt. Flamenco-Akkorde rasseln hinüber in wirre Soap-Operas, Jazzpartikel
schwirren umher, Rock ’n Roll tönt auf: So wie Burroughs durch
die Jahre driftet, läßt sich Grehn von deren Sounds treiben.
Entrückt, mit schwerer Zunge liest Hans-Peter Hallwachs dazu aus den
Tagebüchern eines Rückzugs, der keineswegs ein Rückzug aus
der Welt ist. Wir folgen vielmehr einem Schriftsteller in die Welt seines
eigenen Kopfes, in dem ein Film abläuft, der im Radio hörbar wird."
(Frank Olert, FAZ)
"»Tagebuch eines Rückzugs«
basiert auf William S. Burroughs' »The Retreat Diaries«, dem
Traumtagebuch von 1974. Konzipiert als eine Art Hörfilm, vom SWR produziert,
ist es so schräg wie Burroughs. Keine leichte, aber coole Kost."
(Matthias Penzel, Rolling Stone)
"»Ich benutze Meditations-Techniken, um Material zum Schreiben
zu erlangen. Irgendein abstraktes Nirwana interessiert mich nicht.«
- Selbstbetrachtung auf seine Arbeit bezogen ist dies, das Einflechten von
Traumsequenzen, die Burroughs' Lebens und Schreibwelt erklären, elektronische
Beeps aus der Intensivstation, bedrohlich und klinisch kalt; suggestive
Trancemusik, den Rausch simulierend. Ein Delirium ohne Vorher und Nachher,
bei dem jedes Wort jeder Ton einen Aspekt des Schriftstellers ausleuchtet.
Kai Grehn macht dessen Universum verständlich, indem er es am Leben
erhält und erweist sich dabei als brillanter Übersetzer, der die
Möglichkeiten des Hörspiels maßvoll zu nutzen weiß."
(Hans- Joachim Graubner, Stuttgarter Zeitung)
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