Bücher - Prosa

schwarzcoverKai Grehn
SCHWARZ. Reiseskizzen





mit 8 Zeichnungen und 1 Siebdruck von Carsten Nicolai
Edition MINOTAURUS, 2002
ISBN 3-936165-21-1
Preis: 17 €

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Lese- und Hörprobe


"In einer kafkaesken Welt bewegt sich Kai Grehns Textcollage "SCHWARZ. Reiseskizzen", die den Absurditäten des Lebens in mythischen Bildern auf die Spur zu kommen versucht. Grehns groteske Parabeln und Gedankensplitter sind von einer virtuos ausgefeilten Sprachkultur und entwickeln eine ganz eigene, oft genug sehr lakonische Poesie, die den Leser zu bannen vermag." (Frank Jast, Potsdamer Neuste Nachrichten)

"Das Buch ist wohl als Gesamtkunstwerk zu betrachten, das auf drei festen Beinen steht. Da sind die meist starken Texte von Kai Grehn, die Illustrationen von Carsten Nicolai, und da ist der Vortrag, denn dieses Buch ist mehr ein Vorlesebuch, da kann es sich immer wieder mit neuem Leben füllen. Und am Ende weiß ich: Hier ist eine metaphernmäßige Axt, aus einem zu oft benutzten Zitat, das deshalb verbrannt ist, und diese Axt schlägt zu. Und da ist der Illustrator Carsten Nicolai, der passend zum Titel in schwarz und weiß zeichnete. Und jetzt stehe ich hier am Rand des Universums, genieße die Blickwinkel dieses Buches.
(Ulf Großmann, SIGNUM)

"Absurde, makabere Beschreibungen, in psychotischen Zuständen verlorene Protagonisten: Wer Filme des Regisseurs David Lynch wie etwa 'Lost Highway' schätzt, wird mit Grehns Buch zwar kein Neuland betreten, aber auch keinen Fehlkauf tätigen."
(Christian Caspar, Ostsee-Zeitung)

"Eine imaginäre Reise nach... ja, wohin eigentlich? Wohin reist der Autor Grehn, der im selben Verlag auch gekonnt William Blakes "Die Hochzeit von Himmel und Hölle" vertont und in neuer Übersetzung in grafisch ansprechender Form herausgebracht hat? Manche der kurzen Texte erinnern an Aphorismen, wie sie in ihrer Prägnanz auch Franz Kafka geschrieben hat. Grehn macht sich auf eine spirituelle Suche. Eine Wanderung, die die Topografie des Unbewussten erkundet. Man darf vermuten, dass seine Beschäftigung mit Blakes Werk, möglicherweise auch mit dem französischen Visionär Lautréamont, ihm eine Vorstellung von einem unbekannten Kontinent, einer terra incognita, vermittelt hat. Er begeht in psychischen Konstellationen eine zutiefst poetische Welt, entwickelt Bilder von größter Dichte, ohne den feinen Sternenstaub hinwegzupusten. "
(Dominik Irtenkauf, Kultur-Kanal/ München)

"Diese 'Reiseskizzen' erzählen nicht von der magischen Exotik fremder Kontinente; sie spiegeln Alltagstrips aus wunderbar poetischen Blickwinkeln wider. Sie offenbaren, was sich dem hektischen Auge entzieht. Die Absurditäten des normalen Lebens. Sisyphos existiert nicht nur im griechischen Mythos! Das, was du sehen magst, wird Realität, wenn auch nur für einen Moment ... Grehns neues Buch enthält Einflüsse, die auf den ersten Blick schwerlich zusammenpassen: Kafka, Zen-Buddhismus, russische Mystik - verwoben in einer Sprache, die bewußt unmodern und sehr stilsicher den Leser in den Bann zieht."
(Ronald Klein, LIBUS)